Mit dem Rad von Novi Sad nach Futog

Samstag, 29. Mai 2010, 14:07 Uhr

Ich habe beim Fahrradclub Vojvodina ein Fahrrad ausgeliehen. Der Typ vom Club ist sehr nett und will kein Geld haben für das Rad!

Ursprünglich hatte ich vor, entlang der Donau nach Belgrad zu fahren (ca. 90 km an einen Tag hin, den nächsten zurück), aber die ersten 15-20 km hinter Novi Sad muss man auf einer Hauptstraße radeln, die stark befahren ist. Das ist mir in Kenntnis der serbischen Fahrkünste alleine zu gefährlich! Also entscheide ich mich, Richtung Backa Palanka zu fahren. Da im Tagesverlauf Gewitter angesagt sind und ich den technischen Zustand des Rades noch nicht richtig einschätzen kann, nehme ich nur eine kleine Tour nach Futog (ca. 15 km eine Strecke) in Angriff. Immerhin ist es heute nicht so brüllend heiß wie die Tage zuvor.

Der Radweg führt –  mit einigen Ausnahmen – an der Donau entlang und ist einigermaßen gut befahrbar.

Ein Stück des Weges führt entlang einer Landstraße, die aber nur wenig befahren ist. Die Ausschilderung des Donau-Radweges, die erst im letzten Jahr „vervollständigt“ wurde, lässt aber an einigen Stellen doch zu wünschen übrig (http://www.donau-info.org/donauradweg). Daher mache ich den ein oder anderen unbeabsichtigen Abstecher. Macht aber nix!

Insgesamt ist der Weg nach Futog gut zu befahren und das Flussufer sehr schön und ursprünglich.

Hier hört der befestigte Weg an der Donau entlang leider auf!

Belgrad-Zemun

Samstag, 29. Mai 2010, 13:27 Uhr

Zusammen mit den jungen Feed-2-Food Wissenschaftlern fahren wir nach Belgrad, um an einem internationalen Workshop für Food Engineering teilzunehmen. Veranstaltungsort ist die Faculty of Agriculture in Belgrad-Zemun. In den Pausen und nach Ende der Veranstaltung haben wir Gelegenheit diesen hübschen Stadtteil zu erkunden.

Gemüsemarkt von Zemun

An der Uferpromenade von Zemun.

Das Abendessen gab es in einem schwimmenden Donau-Restaurant mit schönem Ausblick.

Novi Sad

Montag, 24. Mai 2010, 17:56 Uhr

Schönes Wetter = kleiner Spaziergang zur Festung.

Die Festung vom Donauufer.

Aufstieg zur Festung.

Blick auf die Fruska Gora.

Danuve Park

Fruska Gora

Sonntag, 23. Mai 2010, 16:47 Uhr

Der Frankenwald, beliebtes Ausflugszahl der Bewohner aus Novi Sad und Belgrad; überall dampfen die Grills und sind Pick-Nicks bereitet. Landschaftlich sehr schön und in den „Hochlagen“ ein wenig wie im Harz. Was die Serben allerdings unbedingt noch lernen müssen, ist ihre Nationalparks nicht zuzumüllen. Das ist wahrlich unglaublich. Befremdlich fand ich auch, dass mit Cross-Motorrädern im Wald rumgefahren wird.

Gestartet bin ich heute in Krusedol. Leider wurden kurz mir mindestens fünf Busladungen Schulkinder abgekippt …




Weiter geht es auf einer hübschen Straße nach Grgeteg.


Auch hier herrscht ein großer Besucheransturm.



Hinter dem Kloster beginnt ein Wanderweg, leider ist die Beschriftung nur in kyrillisch, aber die Kennzeichnung ist schööön!



Aufgrund des Regens der letzten Tage ist der Weg leider sehr matschig und ich gebe nach einigen Metern auf, herauszufinden, wohin der Weg führt.

Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit folge ich einfach Ausflüglern aus Novi Sad und lande in einem Salas (Perkov Salas, unbedingt besuchen!!), der noch so richtig, richtig urig ist.



Am besten gefällt mir der Wirt!


Nach dieser famosen Pause geht es weiter zum Kloster Novo Hopovo.


Statt Bier – wie in Deutschland – gibt es hier Schnaps (50 Vol-%!!!). Verkauf in der Kirche.



Die Weiterfahrt wird abenteuerlich. Hinter Irig biege ich im Wald rechts ab, Richtung Cortanovci, die Fahrbahn verwandelt sich in eine üble Buckelpiste. Irgendwann stoße ich auf das „Informations Zentrum“ des Nationalparks.


Leider sind die Informationen in kyrillisch! Ich fahre einfach weiter und finde endlich das Kloster Veliko Remeta. Die Zufahrt ist jedoch noch übler als die Piste durch den Wald.



Djerdap Park

Samstag, 22. Mai 2010, 17:43 Uhr

Die weite Anreise von Novi Sad lohnt sich! Nach Veliko Gradiste nicht der ausgeschilderten Route nach Golubac folgen sondern auf einem schmalen Weg an der Donau bleiben. Echt idyllisch!

Der Hahn auf dem Misthaufen hat mir leider das Foto verweigert.

Der Djerdap Park beginnt hinter Golubac. Hinter Donji Milanovac tritt die Donau in den Gebirgsdurchbruch des Eisernen Tores ein und durchströmt die Nahtstelle zwischen den Banater Karparten und dem serbischen Erzgebirge. Wunderschön und die Fotos bedürfen eigentlicher keiner Worte!

Die Straße führt durch die Festung hindurch.

Die Festung Golubac (Taubenburg) liegt oberhalb der Donau am Eingang in den Djerdap-Pass. An der Festung beginnt der Nationalpark Djerdap.

Die Fahrt durch das Eiserne Tor ist echt mehr als beeindruckend!

Messebesuch – Novi Sad Sajam

Donnerstag, 20. Mai 2010, 17:03 Uhr

In Novi Sad findet derzeit eine agrartechnische Messe statt. Das Feed-2-Food-Team war vollständig zum Messebesuch angetreten. Nach dem offziellen Part konnten wir über die riesige Aussenfläche schlendern und die Aussteller sowie das Rahmenprogramm genießen. Das Rahmenprogramm bot dabei eine ganze Menge äußerst interessanter Dinge:

Maskottchen in Tracht und spitzen Schuhen.

Hierzu bietet der Sprachführer „Serbisch“ aus der Kauderwelsch-Reihe folgende Geschichte:  „Eine alte Ankedote besagt, dass die opazni deshalb so geschnabelt sind, damit man sich beim Hocken an ihnen festhalten kann.“

Ausstellerbuden auf dem Außengelände

Barbecue

… noch mehr Barbecue

Auch die landestypische musikalische Untermalung trug entscheidend zum Ambiente der Veranstaltung bei.

Im Supermarkt

Donnerstag, 20. Mai 2010, 16:22 Uhr

Große Supermärkte sind nicht so verbreitet, aber wenn man einen gefunden hat, kann man riesige Regale voll mit Ajvar bewundern.

Und auch das gibt es hier ab ca. 1,5 Euro!

Und am Obststand gibt es mehrere Typen, die das Obst abwiegen und den Bepp auf die Tüte kleben!

Die ersten Tage

Donnerstag, 20. Mai 2010, 15:51 Uhr

Zum dritten Mal Serbien aber diesmal gleich für drei Wochen Forschungsaufenthalt!

Nach, wie immer, abenteuerlicher Anreise von Belgrad nach Novi Sad – mit Unfall inklusive Überschlag direkt vor uns – bin ich gut in Novi Sad angekommen. Das Wetter scheint allerdings aus Deutschland mitgekommen zu sein. Grauer Himmel, Dauerregen, Wind und Temperaturen von maximal 10 Grad. Daher beschränken sich die Exkursionen bislang auf die nähere Hotelumgebung. Vorhersage für die nächsten Tage: Wärmerer Regen.

Blick vom Hotelbalkon

Blick aus dem Büro auf die Cara Lazara

15. August 2007: Von Barbis um den Mörser

Mittwoch, 15. August 2007, 18:53 Uhr

In Barbis geht es los. In der Feldflur schlängeln wir uns hinauf zum ehemaligen Grenzstreifen und können noch einen Blick auf den Brocken genießen. Weiter geht es nach Osterhagen und weiter über die Bahn hinauf zum Eulenstein. Hier steigen wir in die „Mörsertour“ (Volksbank Arena Tour BL 1) ein und fahren diese weiter bis in den Wiesenbeck. Am Wolfshof biegen wir ab, über den Butterberg und die Koldung geht es zurück nach Barbis. Eine kleine Ausrollrunde mit ca. 19 km in einer Stunde 15 Minuten (Schnitt 14,6 km/h).

14. August 2007: Barbis – Oderteich – Rehberger Grabenhaus – Sieber – Großer Knollen – Barbis

Mittwoch, 15. August 2007, 18:46 Uhr

Bei Supersommerwetter starten wir in Barbis (320 m) und wollen nun endlich zum Oderteich. Über die Koldung fahren wir nach Bad Lauterberg, über den unteren Scholbenweg hinauf zum Staudamm des Oderstausees. Nun immer am Ufer entlang bis zur Erikabrücke. Es folgen ca. drei Kilometer entlang der Bundesstraße bis zum Oderhaus. Wir biegen in das Odertal ein und radeln nun stetig bergan im schönen Odertal (15 E) hinauf bis zum Staudamm des Oderteiches (727 m). Wir biegen auf den Rehberger Grabenweg ein und radeln bis zum Grabenhaus (707 m). Hier gibt’s Kuchen! Frisch gestärkt radeln wir hinauf zum Dreibrodeparkplatz und weiter zu den Dreibrodesteinen (641 m). Auf der Fischbachstraße durch Fischbachtal geht es weiter bis zur Wegspinne. Hier nehmen wir den zweiten Weg von rechts und strampeln auf dem wiesigen Weg hinüber ins Siebertal. In der Schluft (mal wieder) rollen wir hinab zum Forsthaus Königshof und weiter nach Sieber bis zum Schwimmbad. Hier biegen wir ab und nehmen die „Abkürzung“ über den Großen Knollen (Breitental, ca. 650 m). Von dort geht es nur noch hinab bis nach Barbis. Nach ca. 74 km (ca. 1300 pos./neg. Höhenmeter) in vier Stunden und 15 Minuten (Schnitt 17,36 km/h) sind wir ganz schön platt daheim.